Schwarzwälder Bote (Enztäler)
Dienstag, 14.07.2009

Von Heinz Ziegelbauer
 

"Wir mussten die Oma mitnehmen"
Gestiegene Teilnehmerzahl beim Zwölf Stunden Schwimmen in Höfen / Wettbewerb des Freibad Fördervereins

Höfen (rz). Mehr Teilnehmer, eine größere Gesamtstrecke und damit auch
mehr Einnahmen als im vergangenen Jahr registrierte der Höfener Freibad Förderverein mit seinem Ersten Vorsitzenden Wolfgang Stier beim Zwölf Stunden Schwimmen.
Obwohl der Beginn des Schwimmwettbewerbs des Fördervereins in Zusammenarbeit mit dem Höfener Freibad Team mit Schwimmmeister Oliver Beck an der Spitze am Samstagmorgen um 9 Uhr mit 14 Grad ziemlich frisch war, hatten sich schon einige Schwimmer eingefunden. Sie sprangen nach der Startfreigabe von Wolfgang Stier vom Beckenrand ins Wasser (mehr als 25 Grad). Unter den Schwimmern waren auch solche, die dem Wettbewerb schon seit Jahren die Treue halten und auch in diesem Jahr wieder unter denjenigen waren, die alleine oder im Team die größten Strecken zurücklegten. Entscheidend war damit nicht die geschwommene Zeit, sondern die Anzahl der Bahnlängen. Im Gesamten legten die 66 Teilnehmer (2008: 56) eine Strecke von 410,2 Kilometer (2008: 326) zurück, wobei der letztjährige Sieger Bernhard Stauß (Bad Herrenalb) auch jetzt wieder eine Distanz von 28070 (2008: 30 030) Metern bewältigte und damit Tagessieger wurde. Gefolgt von der Siegerin bei den Damen, Angela Schmitt (Deisendorf/ Bad Wildbad), mit 23 520 Metern.

"Das ist mein erster Schwimmpokal", freute sie sich bei der Siegerehrung. Sie verwies die letztjährige Erstplatzierte Roswitha Köhler (Königsbach Stein) mit ihren 20 930 Metern auf den zweiten Platz. In der Teamwertung siegten die "Kilometerjäger" mit Roswitha und Wolfgang Köhler mit Sohn Marc sowie dessen Großmutter Ruth Pfisterer mit 69790 Metern. "Wir mussten die Oma mitnehmen. Die Jugend hat nicht mehr gewollt, denen ist das zu anstrengend", so Roswitha Köhler im Gespräch mit unserer Zeitung. Um die Großveranstaltung organisatorisch gut zu bewältigen, hatte der Förderverein etwa 60 Mitglieder und Freunde des Vereins im Schichtdienst im Einsatz. Mit dabei waren neben dem Schwimmbad Leitungsteam mit Schwimmmeister Oliver Beck und seinem Mitarbeiter Hans Siegel auch weitere Schwimmmeister aus der Umgebung.
Dass Schwimmen ein Sport für jedes Alter ist, bewiesen die sechsjährige Lea Siegel und Dörthe Lustnauer (beide Höfen) mit ihren 80 Jahren. Wobei sich die Seniorin mit ihren 1750 Metern den neunten Rang bei 14 Teilnehmerinnen sichert. Bei der Siegerehrung durften die beiden ebenso wie die Klassensieger Pokale und Urkunden entgegennehmen. Etwa 25 Sponsoren hatten sich bereit erklärt, jeden geschwommenen Kilometer mit 25 Cent zu honorieren, so dass sich daraus eine Summe von mehreren Tausend Euro ergeben dürfte. Diese ist ein Beitrag zur weiteren Finanzierung der Kosten eines Wasserspielplatzes im Freibad, auf dessen Realisierung der Verein in den nächsten Jahren hofft
.


Urkunden und Pokale gab es bei der Siegerehrung Foto: Ziegelbauer