Enztäler
Montag, 29.Oktober 2007

Von Heinz Ziegelbauer
 

Ein Wasserspielplatz als neue Attraktion
Die Mittel zur Realisierung sollen aus dem Erlös des Zwölf-Stunden-Schwimmens im nächsten Jahr kommen

Der Freibad Förderverein Höfen hat ein ehrgeiziges Ziel. Er will einen Wasserspielplatz für Kinder realisieren. Das wurde in der jüngsten Mitgliederversammlung deutlich gemacht.
Weil eine solche Anlage nicht gerade billig ist und von den Kosten her gesehen im höheren vierstelligen Bereich liegt, will der Verein mit seinem bisher Ersparten und mit dem Erlös des nächstjährigen Zwölf-Stunden-Schwimmens das Projekt finanzieren und solange mit der Realisierung warten. Ein Rückblick auf die vergangene schlechte und ein Ausblick auf eine im nächsten Jahr hoffentlich bessere Badesaison standen im Mittelpunkt der von der Ersten Vorsitzenden Dr. Vera Kramer geleiteten Mitgliederversammlung, bei der auch Gemeindekämmerer Ralf Busse anwesend war.
Die größte Veranstaltung in der vergangenen Saison war das zweite Zwölf-Stunden-Schwimmens in Zusammenarbeit mit Schwimmmeister Michael Mayer und dem Freibadpersonal, dem die Vorsitzende für die geleistete Arbeit dankte. "Das war ein Riesenerfolg" kommentierte sie das große Ereignis im Freibad, bei dem mit den Startgeldern und dank zahlreicher Spender und Sponsoren ein Überschuss in deutlich vierstelliger Höhe erzielt wurde. Damit konnten auch in der vergangenen Saison die Personalkosten des Frühschwimmens mit durchschnittlich 24 Besuchern als zusätzliches Angebot im Freibad vom Förderverein finanziert werden.
Den Ausführungen von Schwimmmeister Michael Mayer zufolge konnten mit Eintrittsgeldern von rund 29 500 Euro die von der Gemeinde angepeilten 35 000 Euro nicht erreicht werden. Schließlich blieb die Besucherzahl mit 20 102 um 18 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis (24 407 Badegäste) zurück. Damit schnitt Höfen jedoch besser als Calmbach (minus 24 Prozent) und Neuenburg (minus 30 Prozent) ab. Mayer ging auf zahlreiche weitere Veranstaltungen ein. Vera Kramer plädierte für eine noch intensivere Werbung für das Zwölf-Stunden-Schwimmen.
Bei dieser Veranstaltung können maximal 140 Teilnehmer starten. Als Werbemaßnahmen zur Steigerung der Besucherzahl im Freibad kamen aus der Mitte der Mitgliederversammlung eine ganze Reihe von Vorschlägen wie etwa eine Präsenz des Fördervereins beim verkaufsoffenen Sonntag im Frühjahr in Schömberg, Transparente über den Straßen an den Ortseingängen und ein Schwimm-Angebot an die Schömberger Schule wegen der Schließung des dortigen Bades.
Eine zeitliche Erweiterung des Kassendienstes durch Mitglieder des Fördervereins erscheint nicht möglich. Das ehrenamtliche Engagement von Helfern in der vergangenen Badesaison schätzte der Zweite Vorsitzende Wolfgang Stier auf etwa 300 Stunden ein.


Bei der Mitgliederversammlung des Höfener Freibad-Fördervereins stellte die

1. Vorsitzende Vera Kramer und Wolfgang Stier, Zweiter Vorsitzender, mit dem
34-jährigen Bad Wildbader Oliver Beck (links) den Mitgliedern den neuen Leiter
des Höfener Freibads vor. Derzeit ist er als Fachangestellter für Bäderbetriebe
bei der Stadt Pforzheim tätig. Seinen Dienst bei der Gemeinde Höfen tritt er am
15. Februar 2008 an. Foto: Ziegelbauer