Höfener Chronik
Dienstag, 10.Juli 201
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Die besten Sportler schafften mehr als 30 Kilometer
 

Glatt wie ein Spiegel lag das 33-Meter-Becken des Freibads am Samstagmorgen, 25 Grad Wasser- und 16 Grad Außentemperatur. Bedingungen, bei denen man gerne ins Wasser eintauchte. Zumal es an diesem Tag mit dem bestens etablierten Zwölf-Stunden-Schwimmen um die gute Sache ging. "Vielleicht reduzieren wir die Wassertemperatur noch ein bisschen, das ist besser für die Dauerschwimmer", erklärte Schwimmmeister Oliver Beck, der mit Kollege Martin Siegel für die Rahmenbedingungen sorgte. Die zahlreichen ehrenamtlichen Mitglieder des Fördervereins standen dem in nichts nach. Schon zeitig am Morgen war im Gebäudevorraum von Heiderose Gerstner und Team das Kuchenbuffet aufgebaut, die Anmeldung für die Schwimmerinnen und Schwimmer lief in erfahrener logistischer Weise. Katja Beck und Swetlana Jeckel nahmen schon vor 9 Uhr Anmeldungen entgegen, teilten in die schnelleren und "gemütlicheren" Bahnen ein, gaben Bändchen aus, bestückten die Startertafel. Routiniert machten auch die Starter selbst ihre Angaben. "Ich nehme eine mittlere, also schnellere Bahn", erklärte Petra Gerhäuser, "20 plus bei den Kilometern habe ich mir schon als Ziel gesetzt!" - Was sie lässig überbot, wie sich später mit stolzen 30,1 km zeigte, dem zweitbesten Ergebnis aller Starterinnen und Starter. Kaum abwarten konnte die achtjährige Alissa Krusche aus Bad Wildbad ihren Start: "Geht's gleich los?!" - Mit so viel Motivation wurde sie prompt später Jahrgangssiegerin. "Ich war vergangenes Jahr schon die älteste Teilnehmerin", verriet die 86jährige Ruth Pfisterer aus Bilfingen nicht ohne Stolz. Kein Wunder, dass sie als regelmäßige Schwimmerin gerne für unter 80 Jahre geschätzt wird - und ja, sie war auch dieses Jahr älteste Starterin.
Punkt 9 Uhr eröffnete Fördervereinsvorsitzender Wolfgang Stier das Schwimmen, die ehrenamtlichen "Rundenwächter" am Beckenrand nahmen ihre Arbeit mit Aufmerksamkeit auf. Kurz darauf waren bereits rund 20 Schwimmer aller Altersklassen im Wasser, durchpflügten im Rundlauf "ihre" Bahn.
"35 Sponsoren konnten wir für unser Schwimmen gewinnen", berichtete Stier stolz, "zwei mehr als vergangenes Jahr." Die einen spenden einen festen Geldbetrag, die meisten einen bestimmten Cent-Betrag pro geschwommene Runde. Unter anderem sollen vom Erlös die Sonnensegel im Kinderschwimmbereich erneuert werden, so Stier.
Bis abends um 21 Uhr lieferten die 115 Schwimmerinnen und Schwimmer, die in jeweils sieben Alterskategorien starteten, eine beeindruckende Leistung für die gute Sache ab: knapp 643 Kilometer wurden erschwommen.

Auszüge aus den Ergebnissen:
Sieger Jahrgang 2011 und jünger: Anna Mohr (6.720 m) bzw. Moritz Eberle und Gökmen Anac (je 1.890 m); Jahrgänge 2010 bis 2007: Alissa Krusche (10.920 m) bzw. Noah Markowis (14.420 m); Jahrgänge 2006 bis 2003: Lorena Dewitt (12.110 m) bzw. Felix Jagusch und Sebastian Gronau (je 14.350 m); Jahrgänge 2002 bis 2000: Stefan Nautscher (14.910 m); Jahrgänge 1996 bis 1969: Fenja Hauff (30.170 m, längste Strecke des Rennens) bzw. Marcel Hermann (15.120 m); Jahrgänge 1968 und älter: Roswitha Köhler (12.250 m) bzw. Wolfgang Köhler (18.270 m).
Bei den Teams gewannen die Kilometerjäger mit 64.190 Metern

 


Auf die Plätze - los! Punkt neun Uhr sprangen die ersten Benefiz-
Schwimmer ins Wasser


Die Gewinner des Zwölf-Stunden-Schwimmens mit dem
Fördervereinsvorsitzenden Wolfgang Stier, Fünfter von links,
seinem Stellvertreter Josef Schaal, links daneben, sowie
Ausschussmitglied Heiderose Gerstner, rechts