Höfener Chronik
Montag, 10.Juli 2017

 

Neue Rekorde beim Höfener Zwölf-Stunden-Schwimmen
 

Beim Zwölf-Stunden-Schwimmen am Samstag im Höfener Freibad von 9 bis 21 Uhr sind zwei neue Rekorde aufgestellt worden. Zum einen mit der von den 143 Teilnehmern geschwommenen Gesamtstrecke von insgesamt 742 Kilometern und 880 Metern – zum anderen mit der bisherigen Bestleistung von Marc Köhler (26, Königsbach-Stein) mit seinen 35?140 Metern. Damit sicherte er sich den Tagessieg und in der Teamwertung den "Kilometerjägern" mit ihren insgesamt 103?110 Metern ebenfalls zum Tagessieg verhalf.
Vor zwei Jahren hatte Köhler 29?400 Meter und im vergangenen Jahr 32?130 Meter zurückgelegt. Höher gewesen war die Teilnehmerzahl mit 161 nur beim Zwölf-Stunden-Schwimmen im Jahr 2015, bei dem allerdings nur etwa 660 Kilometer erreicht wurden.
Veranstaltet wurde das Zwölf-Stunden-Schwimmen vom Freibad-Förderverein mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Stier in guter Zusammenarbeit mit dem Freibad-Team sowie mit der Gemeinde Höfen.
Die Schwimmer ließen sich ihr Hobby bezahlen. Aber nicht in die eigene Tasche, sondern zugunsten des Fördervereins, in dessen Kasse die Sponsorengelder von mehr als 30 Firmen und Institutionen mit jeweils 25 Cent pro geschwommenem Kilometer fließen. Das Höfener Zwölf-Stunden-Schwimmen hat einen so großen Bekanntheitsgrad erreicht, dass Teilnehmer Hunderte von Kilometern dafür zurückgelegt haben. Tagessieger Köhler studiert in Innsbruck und orientierte seinen Besuch in der Heimat am Termin dieser Veranstaltung. Aus ihrem Studienort München war eine im Osten Deutschlands wohnhafte Teilnehmerin angereist. Eine ganze Gruppe von Schwimmern war aus dem Raum Lahr und Offenburg gekommen.
Gestartet wurde das Zwölf-Stunden-Schwimmen pünktlich um 9 Uhr bei einer Lufttemperatur von 23 Grad und 26 Grad im Wasser vom Fördervereins-Vorsitzenden Stier. Schon wenige Minuten danach befanden sich mehr als 20 Schwimmer in den sechs Bahnen, deren Anschläge von den Bahnenzählern Gerhard Großmann, Brigitte Bott, Diana Schlesinger, Sandra Posteur, Gitta Nautscher und Susanne Fritz-Buchelt in der ersten von vier jeweils dreistündigen Schichten registriert wurden.
Gelobt wurden von den Schwimmern die neuen, vom Förderverein finanzierten Orientierungsstreifen am Boden des Schwimmerbeckens. Erstmals mit dabei war die Freiwillige Feuerwehr Höfen mit acht Aktiven und vier Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Zur Abwicklung der Veranstaltung hatte der Freibad-Förderverein mehr als 30 Mitglieder und Helfer im Einsatz.
"Ihr habt heute den absoluten Rekord aufgestellt!", eröffnete Wolfgang Stier die Siegerehrung und überreichte, assistiert von Heiderose Gerstner, die Urkunden und Pokale. Die ältesten Teilnehmer waren Ruth Pfisterer (85) und der zweite Fördervereinsvorsitzende Josef Schaal (70), die jüngsten Maxim Luis Jeckel (6) und Adeline Herber (5).
Auszug aus Siegerliste:
Nachfolgend die jeweils drei erstplatzierten Teilnehmer aller Startklassen: männlich: ab Jahrgang 2010: 1. Maxim Luis Jeckel 3 220 Meter (m), 2. Gabriel Juric, 3. Petar Juric. Jahrgang 2006 bis 2009: 1. Max Seibt 10 640 m, 2. Gabriel Beck, 3. Lukas Rapp. Jahrgang 2002 bis 2005: 1. Felix Jagusch 12 810 m, 1. Sebastian Gronau 12 810 m, 3. Alois Seibt. Jahrgang 1999 bis 2001: 1. Sven Kriege 11 200 m, 2. Stefan Nautscher, 3. Tobias Niemzig. Jahrgang 1996 bis 1998: 1. Raphael Reinhold 18 200 m. Jahrgang 1968 bis 1995: 1. Marc Köhler 35 140 m, 2. Raphael Rees, 3. Michael Seibt. Bis Jahrgang 1967: 1. Bertram Rees 27 650 m, 2. Ulrich Haag, 3. Wolfgang Köhler. Weiblich: ab Jahrgang 2010: 1. Emma Seibt 3 780 m, 2. Alisa Krusche, 3. Nele Mohr. Jahrgang 2006 bis 2009: 1. Lena Heinrich 6 860 m, 2. Leni Bauer, 3. Alina Dinkel. Jahrgang 2002 bis 2005: 1. Jacqueline Weleda 16 730 m, 2. Carina Klenert, 3. Lena Mettler. Jahrgang 1996 bis 1998: 1. Ronja Rees 10 220 m, 2. Anja Butzin. Jahrgang 1968 bis 1995: 1. Fenja Hauff 27 650 m, 2. Rebecca Rees, 3. Verena Scholz. Bis Jahrgang 1967: 1. Roswitha Köhler 22 050 m, 2. Ulrike Rees, 3. Susanne Hahne. Teamwertung: 1. Kilometerjäger 103 110 m, 2. Familie Rees, 3. Waldkinder.

 

Pokale und Urkunden gab es für die Schwimmer mit den meisten Kilometern.
Foto + Text: Ziegelbauer