Schwarzwälder Bote
Montag, 08. März 2017

 

Wasser-Pilz muss jetzt abgebaut werden
 

Mehr als 10 000 Euro hat der Freibad-Förderverein mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Stier im vergangenen Jahr der Gemeinde Höfen gespendet. Somit beteiligte sich dieser an den Kosten der neuen Folie im Schwimmerbecken und sicherte finanziell das von durchschnittlich 24 Personen besuchte Frühschwimmen und das Nachmittagsschwimmen bei schlechtem Wetter ab.
Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins berichtete Stier von vielen kleineren und zwei größeren ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen von Mitgliedern - hauptsächlich zur Pflege des Freibadgeländes mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr Bad Wildbad/Höfen.
Für den Besuch des Freibades wurde mit einem vom Förderverein aufgelegten Flyer geworben. Ein Höhepunkt im Jahresablauf war das elfte Zwölfstunden-Schwimmen mit dem Einsatz von etwa 50 Helfern, mit 123 Teilnehmern und mit 547 geschwommenen Kilometern. Finanziell gefördert von 33 Sponsoren mit Spenden von 25 Cent je geschwommenem Kilometer. "Diese dürfen sich in der Rolle von Sponsoren des Freibad-Fördervereins sehen", so der Vorsitzende.
Mit insgesamt 26 583 Badegästen konnte Stier zufolge das angepeilte Ziel von 25 000 Personen übertroffen werden. Gelobt worden seien von Badegästen immer wieder die schöne Lage und die Übersichtlichkeit des Bades, die gepflegten Grünanlagen, die Sauberkeit und der schöne Kinderbereich mit Planschbecken und Matschplatz.
Dem Bericht von Katja Beck als Schriftführerin zufolge hat der Freibad-Förderverein 34 aktive und 64 fördernde Mitglieder. Besondere Aktionen liefen unter anderem beim verkaufsoffenen Sonntag in Schömberg im April, mit Kursen in Wassergymnastik /Aquajogging und mit "Richtig schwimmen", mit dem "Freibad-Rock" im September und mit Konzerten des Musikvereins und seiner Jugendkapelle im Juli und im September.
Ins Gewicht fielen beim Bericht von Evelyn Maisenbacher-Gronau insbesondere die Spenden in fünfstelliger Höhe an die Gemeinde. "Wir haben fast alles zur Verfügung gestellt", so die Kassenverwalterin.
Bürgermeister Holger Buchelt dankte dem Förderverein für seine Arbeitseinsätze, für die weiteren Aktionen und für die großzügige finanzielle Unterstützung - beispielsweise bei der Erneuerung der Folie im Schwimmerbecken mit Kosten von rund 45 000 Euro. In diesem Jahr ist dem Rathauschef zufolge die Instandsetzung des Eingangsbereichs zum Freibad mit Kosten von etwa 35 000 Euro vorgesehen.

Zwölfseitiger Flyer
Fast fertiggestellt ist Stier zufolge der vom Förderverein finanzierte zwölfseitige Flyer für die Badesaison 2017 vom 20. Mai bis zum 10. September mit einer Auflage von 12 000 Exemplaren.
Im Gegensatz zum vergangenen Jahr sollen für das Frühjahr 2017 zwei konkrete Arbeitstage festgelegt werden. Vorgesehen ist vom Förderverein zur Verbesserung von Anlieferungen unter anderem die Pflasterung des Zugangs vom Parkplatz aus. Beschlossen wurde das Anbringen sogenannter Orientierungsstreifen auf dem Boden des Schwimmerbeckens mit Kosten von knapp 2 000 Euro.

Wahlen
Keine Probleme mit der Wiederbesetzung der durch Zeitablauf frei gewordenen Funktionen hatte der Förderverein Freibad Höfen bei den Wahlen im Rahmen seiner Hauptversammlung im Restaurant "Zum Karle und Dieter". Jeweils einstimmig wiedergewählt wurden der erste Vorsitzende Wolfgang Stier, die Schriftführerin Katja Beck sowie die Ausschussmitglieder Heiderose Gerstner und Brigitte Bott.

Massagepilz
Der Massage-Pilz im Freibad bleibt außer Betrieb und wird abgebaut. Wie Bürgermeister Holger Buchelt ausführte, ist das Leitungssystem des großen Wasserpilzes defekt, wobei der Schaden nur schwierig zu orten sei. Dazuhin hätten Feststellungen des Gesundheitsamtes ergeben, dass der Wasserpilz in technischer Hinsicht nicht mehr auf dem Stand der heutigen Zeit sei. "Der Pilz besteht aus massivem Beton, und zwar mit drei Metern in der Erde und mit drei Metern über der Erde", so Buchelt. Noch deutlicher wurde Vorsitzender Wolfgang Stier mit seinem Hinweis, dass der Wasserpilz in gesundheitlicher Hinsicht nicht mehr zulässig sei. Zu seiner Sanierung bräuchte dieser eine separate Pumpe und ein eigenes Schmutzauffangbecken. Auch die Schüttung der Wassermenge sei den Feststellungen des Gesundheitsamtes zufolge körperlich nicht mehr verträglich. Deshalb werde der Wasser-Pilz wohl nicht mehr saniert, sondern abgebaut werden. Die künftige Nutzung der dadurch frei werdenden Fläche sei noch nicht geklärt. Vorstellbar wären den Ausführungen von Stier zufolge eine dort aufzubauende Bühne, eine Fläche für Veranstaltungen oder eine Liegefläche. Die Entscheidung darüber wird der Höfener Gemeinderat zu treffen haben.

 

Unser Bild zeigt alle Vereinsfunktionäre mit (von links)
Kassenprüferin Sieglinde Koch, Ausschussmitglied Brigitte Bott, Kassenprüfer Kay Niemzig,
Ausschussmitglied Heiderose Gerstner, zweiter Vorsitzender Josef Schaal,
erster Vorsitzender Wolfgang Stier, Ausschussmitglied Thomas Gronau, Schriftführerin Katja Beck
und Kassenverwalterin Evelyn Maisenbacher Gronau.

Foto: Ziegelbauer