Pforzheimer Zeitung
Mittwoch, 03. Dezember 2014

 

Schwimmkurs für Lebensretterin
- Spender honorieren das Engagement einer irakischen Mädchengruppe der mobilen Jugendarbeit Ost
 
Pforzheim. Die zwölfjährige Rafah Zalfa hat vor einigen Wochen durch ihr beherztes Eingreifen einem kleinen Jungen im "Aquatoll" in Neckarsulm das Leben gerettet. Sie war mit einer Mädchengruppe der Mobilen Jugendarbeit Ost unterwegs gewesen. Aufgrund der PZ-Berichterstattung hatten verschiedene Spendewillige von dem Wunsch der Mädchengruppe erfahren, wieder einen Schwimmkurs machen zu dürfen.
Dafür fehlte das Geld. Rafah Zalfa (12) und ihre Schwester Maryana (18) sind leidenschaftliche Schwimmerinnen. Seit drei Jahren haben irakische Mädchen wie sie die Möglichkeit, sich zusammen mit Sozialarbeiterin Susanne Busch von der Mobilen Jugendarbeit Ost, bei extra Schwimmkursen für Mädchen, Grillnachmittagen oder Klettertouren zu behaupten. Es gibt inzwischen zwei Mädchengruppen, sagt Busch, die Carlo-Schmid-Schule habe gerade wegen eines Angebots für weitere syrische Mädchen angefragt. Dabei gehe es um Freizeitgestaltung und Berufsorientierung. Den Wunsch nach einem Schwimmkurs nur für Mädchen haben jetzt sechs Spender ermöglicht. 600 Euro sind zusammengekommen. Außerdem hat sich der Förderverein des Freibads in Höfen mit 50 Freikarten und dem Kontakt zu einer versierten Schwimmlehrerin beteiligt. Dessen zweiter Vorsitzender Michael Hahn freut sich über den Schwimmnachwuchs. Für junge Leute hält der Verein im Sommer nette Aktionen bereit. Der Chef der Bäderverwaltung, Erich Forstner, könnte samstags das Schwimmbad in der Konrad-Adenauer-Schule für einen Frauennachmittag bereitstellen, sagt er. Bislang scheiterte das an der Aufsicht.
mof

 


Kostenlose Tageskarten fürs Freibad in Höfen:
Susanne Busch, Ranya Hamka, Maryana Zalfa, Basima Choqee,
Andrea Niemzig, Ranya Choqee und Rafah Zalfa mit der Spende
von Michael Hahn (von links)