Schwarzwälder Bote
Dienstag, 17. Juli 2012
Von Heinz Ziegelbauer
 

Gegenwind und ein eiskalter Regenschauer
 

Die niedrigste Teilnehmerzahl, gleichzeitig aber mit etwa sieben Kilometern die längste geschwommene Durchschnittsstrecke je Teilnehmer bei den insgesamt sieben Zwölf-Stunden- Schwimmen im Höfener Freibad – dies konnte der Förderverein mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Stier verzeichnen. Zwischen 9 und 21 Uhr legten die 52 Teilnehmer (2011: 121) insgesamt 377 Kilometer und 720 Meter (2011: 583 830 Meter) zurück. Wegen der kühlen Temperaturen hatte Schwimmmeister Oliver Beck, assistiert von Martin Siegel, die sonst übliche Wassertemperatur von 25 auf 26 Grad angehoben.
Immerhin war diese damit deutlich höher als die Außentemperaturen von um die 20 Grad, bei denen Mitglieder des Fördervereins am Beckenrand saßen, um die von den Schwimmern zurückgelegten Bahnen zu registrieren.
Die weiteste Anreise hatte wohl der spätere Tagessieger Jürgen Stumpf aus Mannheim. Er hatte das Höfener Zwölf-Stunden-Schwimmen im Internet entdeckt und sich am frühen Samstagmorgen auf den Weg ins Enztal gemacht. Als jüngste Schwimmerin stellte sich Nicola Gentner aus Höfen ein, schon am Vormittag kam der 65-jährige Josef Schaal (Höfen) als ältester Teilnehmer.
Im Becken hatten die Schwimmer mit Gegenwind zu kämpfen – und das insbesondere am Vormittag bei einem heftigen Starkregen. "Es war ein eiskalter Regenschauer", so der Kommentar einiger Teilnehmer. Offensichtlich war vielen bisherigen "Stammschwimmern" das Wetter zu kühl, erklärten sich Wolfgang Stier und sein Team die nur mäßige Starterzahl. Der Durchschnitt der besonderen Art mit sieben Kilometern je Teilnehmer kam dadurch zustande, dass sich mit dem Triathleten Jürgen Stumpf aus Mannheim ein Extremschwimmer eingestellt hatte, der es auf 38 220 Meter brachte. Gefolgt von Roland Klink aus Neulingen mit 33 810 Metern (2011: 32 900 Meter). "Ich kann hart beißen und mich unheimlich quälen", erklärte Jürgen Stumpf seine Spitzenleistung.
Die Strecke von 20 650 Metern legte Roswitha Köhler als Siegerin bei den Damen zurück. Im Vorjahr war sie bei der Marke von 20 020 Metern aus dem Wasser gestiegen. Bei der Siegerehrung am Abend bei gerade mal 16 Grad Außentemperatur dankte Wolfgang Stier den zahlreichen Helfern für ihren engagierten Einsatz sowie den rund 40 Sponsoren für ihre Spendenbereitschaft und überreichte den Erstplatzierten sowie Nicola Gentner und Josef Schaal Pokale und Urkunden.
 


Die Erst- bis Drittplatzierten beim 12-Stunden-Schwimmen